Angola – Das unbekannte Land

Das südwestafrikanische Land Angola war jahrhundertelang eine portugiesische Kolonie. Nach der Erringung der Unabhängigkeit im Jahr 1975 geriet das Land in einen Bürgerkrieg, ausgelöst von rivalisierenden politischen Gruppen, und unter Beteiligung ausländischer Mächte wie Kuba, USA, Südafrika und der Sowjetunion. Das Land wurde zum Spielball im West-Ost-Konflikt.

Es wird geschätzt, dass während der Kriegshandlungen bis zu 15 Millionen Landminen (Anti-Personenminen) verlegt wurden, die bis heute eine tödliche Bedrohung der Landbevölkerung darstellen.

Der Riesaer Autor Rainer Grajek hat 1989/90 in diesem Land gearbeitet und seine Eindrücke in fesselnden Bildern festgehalten. Sie zeigen den Alltag an der Hochschule für Erziehungswissenschaften in Lubango (Instituto Superior de Ciências de Educação) mit der Ausbildung von Geschichtslehrern. Außerdem werden faszinierende Landschaften wie das Chela-Gebirge und die Namibische Wüste gezeigt. Die Begegnungen mit den Stämmen der Mumuilas, den Mukebais und Himba beweisen die Ursprünglichkeit des Lebens in den Wüsten und Savannen. Die Hauptstadt Luanda spiegelt den Widerspruch zwischen Arm und Reich, Verfall und Aufbau und die politischen Spannungen, die den Kampf um die Erlöse aus der prosperierenden Erdöl- und Diamantenindustrie begleiten.

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