Alle Beiträge von Rainer Grajek

Lourenço Marques – Maputo: Aus der Geschichte einer Stadt

Nachdem mir kürzlich durch Zufall die Verwaltung einer Flickr-Gruppe zu „Lourenço Marques / Maputo“ zufiel (der bisherige Betreiber der  Gruppe hatte sich gelöscht), habe ich mich entschlossen, einen Beitrag zur Geschichte dieser faszinierenden Stadt zu leisten. Maputo erlangt im südlichen Afrika zunehmend touristische, ökonomische und politische Bedeutung. Um diese Tendenz zu unterstützen, kann ein Blick in die Geschichte dieser Region hilfreich sein. Deshalb habe ich nachstehend einen Auszug aus meinem Buch „Berichte aus dem Morgengrauen. Als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik“ ausgewählt, der die Entwicklung der Stadt historisch nachvollzieht.

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Das „Grande Hotel“ in Beira

Das ehemals größte und schönste Hotel des südlichen Afrika, das „Grande Hotel“, steht in der mosambikanischen Stadt Beira. Wenige Jahre nach seiner Inbetriebnahme wurde es zur Unterkunft von Militär und Polizei und diente später als Zufluchtsort der Flüchtlinge im mosambikanischen Bürgerkrieg. Heute existiert es als Ruine, in der 3500 Menschen ohne Strom, Wasser und sonstigen Komfort hausen. Das Hotel ist trotz einer zwischenzeitlichen Reinigung durch österreichische Organisatoren vermüllt und ein ständiger Krankheitsherd für seine Bewohner.

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Facebook-Plausch mit Nelson Mandelas Frau

Sächsische Zeitung, 7.05.2013, von Manfred Müller, zum Originalartikel geht es hier

Der Riesaer Rainer Grajek war Entwicklungshelfer in Mosambik und Angola. Jetzt arbeitet er an seinem zweiten Afrika-Buch.

Afrika lässt ihn nicht los: Rainer Grajek im Arbeitszimmer seiner Riesaer Wohnung.

Rainer Grajek hat Afrika von vielen Seiten kennengelernt. Die Hoffnung nach dem Ende des Kolonialismus. Die Schrecken zweier Bürgerkriege. Die Savannenlandschaften mit ihren Atem beraubenden Sonnenuntergängen. Und die extreme Armut in den Elendsvierteln der Städte. Der Riesaer arbeitete in den 1980er Jahren als Entwicklungshelfer im südlichen Afrika. Er unterrichtete in Mosambik Lehrkräfte für die Pädagogenausbildung. Und er lehrte im angolanischen Lubango Geschichte an einer Universität. „Afrika hat mich nie wieder losgelassen“, sagt der heute 76-Jährige.

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Neue Veröffentlichung: Sozialpolitik in Afrika

Im Februar 2013 erschien im LIT-Verlag das „Handbuch Sozialpolitiken der Welt“, herausgegeben von Markus Porsche-Ludwig, Wolfgang Gieler und Jürgen Bellers. Darin habe ich die Kapitel zu Angola und Mosambik geschrieben.

handbuch sozialpolitiken„Erstmals wird im deutschsprachigen Raum eine grundlegende Einführung der Sozialpolitik einzelner Staaten der Welt vorgelegt …  Zentral stehen die folgenden Aspekte im Vordergrund:

  • Was kann man von der Sozialpolitik in welchem Land lernen?
  • Wer sind die jeweils wichtigsten Akteure der Sozialpolitiken? …
  • Was sind die Bedingungen für Fehlentwicklungen und wie entwickeln und gestalten diese sich historisch?

Der Band wendet sich an einen breiten Benutzerkreis in Politik, Verwaltung, Medien, Forschung, Lehre an Hochschulen und Gymnasien sowie im Bereich der politischen Bildung.“ (Vorwort)

Markus Porsche-Ludwig, Wolfgang Gieler, Jürgen Bellers (Hg.): Handbuch Sozialpolitiken der Welt, Reihe: Politik: Forschung und Wissenschaft, Bd. 31, 2013, 712 Seiten, 128,90 €, gb., ISBN 978-3-643-10987-3

Sozialpolitik in Mosambik

Typen von Sozialpolitiken und deren Geschichte

Vor etwa 1700 Jahren stießen die von Norden her einwandernden Ost-Bantu zu den von der Jagd und Fischfang lebenden Ureinwohnern (San und Khoi-Khoi) und siedelten sich im Territorium des heutigen Mosambik nach und nach in den Flussbecken der Küsten, an den fruchtbaren Hängen und auf den Hochebenen des Landesinneren an. Dies geschah im Rahmen der großen Bantu-Wanderung. Die Einwanderer revolutionierten die bisherige Produktionsweise, indem sie Ackerbau und Viehzucht betrieben und die Eisentechnik beherrschten. Als sesshafte Bauern errichteten sie Holzhäuser und begannen, verschiedene Getreidearten zu kultivieren. Weiterlesen