Alle Beiträge von Rainer Grajek

1849 blickten deutsche Frauen auf Großenhain

Es waren Frauen, die in verschiedenen geschichtlichen Zeitabschnitten durch ihr Wirken oder ihre Herkunft das Städtchen Großenhain ins Blickfeld der Öffentlichkeit rückten.

In der Gegenwart verbindet man sachsenweit den Namen der Großenhainerin Brigitte Zschoche mit politischem Engagement. Die Autorin Gisela Weber (geb. Starke) beschreibt ihre Kindes- und Jugenderlebnisse nach 1945 im Roman. Sportliche Erfolge machten die Seniorensportlerin Ursula Förster und ihre Heimat im Jahre 1997 bis nach Südafrika bekannt. Die meisten deutschen Film- und Fernsehzuschauer kennen die Schauspielerin Corinna Harfouch. In der DDR sorgte die Schlagersängerin Chris Doerk dafür, daß mancher Fan ihren Lebenslauf bis in unsere Stadt zurückverfolgte. Weiterlesen

Aufbruch und Erschütterung

Sächsische Zeitung, 5.12.2005, von Manfred Müller

Zeitdokument. Der Geschichtslehrer und Entwicklungshelfer Rainer Grajek las im „Stern“ aus seinem Buch „Berichte aus dem Morgengrauen“

Der Begriff „Grauen“ kann so hoffnungsvoll sein, wenn er mit dem Wort „Morgen“ gekoppelt ist. Und er kann blankes Entsetzen ausdrücken, wenn er allein steht. Ich weiß nicht, ob Rainer Grajek diesen Doppelsinn beabsichtigte, als er seinem Mosambik-Buch den Titel „Berichte aus dem Morgengrauen“ gab, aber es enthält beides: den Aufbruch eines afrikanischen Landes in die Unabhängigkeit, in ein sozialistisches Gesellschaftsmodell und die Erschütterung darüber, dass dieser Weg letztlich zu Chaos, Gewalt und bitterer Armut führte. Wer also am Mittwochabend einen netten Bericht über einen Aufenthalt unter der Tropensonne erwartet hatte, der sah sich schon bald getäuscht.

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Riesaer war Entwicklungshelfer in Mosambik

Sächsischer Bote, 44. Woche 2005, von Cornelia Dieme

Mosambik ist ein exotisches Land am Indischen Ozean im südlichen Teil von Afrika. „Wenn man am Strand entlang geht, denkt man, man befindet sich in einem Kitschfilm“, sagt Rainer Grajek. Zwischen 1981 und 1986 war er als Berater im Erziehungsministerium in der Hauptstadt Mosambiks, Maputo, tätig. Und hat nicht nur beruflich viel Spannendes erlebt.

Im Auftrag des DDR-Ministeriums für Volksbildung war der Riesaer Lehrerbildner in einem der ärmsten Länder der Welt. „Die Menschen dort müssen mit 80 Dollar im Jahr auskommen, und auf dem Land überleben die meisten nur durch Selbstversorgung“, erzählt Rainer Grajek. Die Armut der Menschen und die Faszination des Landes seien ein absoluter Kontrast gewesen, wie man ihn sich nicht vorstellen könne. Auch viele tragische Schicksale hat er miterleben müssen. Während der 80er Jahre tobte ein Bürgerkrieg in dem afrikanischen Land, der viele Menschenleben kostete. „Auch Lehrer wurden auf offener Straße erschossen“, erinnert sich Grajek.

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Helfen in Afrika. Was verbindet Mosambik mit Großenhain?

SZ Großenhain vom 22./23. Oktober 2005, von Astrid Withulz

Helfen in Afrika. Der Großenhainer Lehrer Rainer Grajek berichtet über seine Zeit in Mosambik.

Was verbindet Mosambik mit Großenhain?
Um diese Frage zu beantworten, muss man sich einige Jahre zurück begeben, in die Geschichte der DDR. Die DDR hatte sich die Entwicklungshilfe für dieses erst 1975 unabhängig gewordene Land auf die Fahne geschrieben. Rainer Grajek war einer dieser Entwicklungshelfer. 1966 kam er aus seiner Geburtsstadt Zeitz nach Riesa, wo er seine pädagogische Laufbahn an der damaligen Karl-Marx-Schule begann.

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Buch erscheint nach 20 Jahren

SZ Riesa vom 21. Oktober 2005, von Brigitte Abend

Buch erscheint nach 20 Jahren. Der Lehrer Rainer Grajek war als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik und hat über Erlebnisse und Arbeit dort geschrieben.

Wann und wie entstand die Idee zu Ihrem Buch?

Von 1981 bis 1986 arbeitete ich als Berater des Erziehungsministeriums in Mosambik, bildete Lehrerbildner aus und half bei der Erarbeitung eines Bildungs- und Erziehungssystems. Das Land selbst, seine Menschen, seine Exotik sowie seine historische und politische Entwicklung veranlassten mich, Material zu sammeln. 1987 schrieb ich alles nieder, im Jahr darauf bot ich das Buch verschiedenen Verlagen an.

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Schwarzer Napoleon zu Gast in Riesa

SZ Riesa, 17. Oktober 2005, von Brigitte Abend

Spannung. Rainer Grajek berichtete in der Riesaer „Restauration zur Kaiserkrone“ über das Leben des afrikanischen Königs Shaka Zulu.

In Europa kennt ihn kaum jemand. Im südlichen Afrika ist er nach wie vor eine Legende. Shaka Zulu war einer der erfolgreichsten, aber auch blutigsten Könige Afrikas. Rainer Grajek berichtete jetzt in der Riesaer „Restauration zur Kaiserkrone“ aus dem Leben eines Mannes, der oft auch der schwarze Napoleon genannt wurde. Zahlreiche Gäste nahmen an der historischen Reise durch das südliche Afrika teil. „Es dauerte 150 Jahre, bis man in Europa und Amerika auf die Ereignisse aufmerksam wurde, von denen ich ihnen erzählen möchte“, weckte Grajek, der mehrere Jahre in Angola und Mosambik Geschichtslehrer ausgebildet hatte, die Neugier seiner Gäste. Mitte der 80-er Jahre erlangte Joshua Sinclair mit seinem Roman über Shaka Zulu Weltruf, die Fernsehserie zu diesem Thema lief weltweit.

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Auf Spurensuche – Gymnasiasten sammelten Alltagsgeschichten und verfassen ein Lesebuch

Sächsische Zeitung vom 25. März 2002, geschrieben von Matthias Fischer

Nicht für jeden Schüler ist der Geschichtsunterricht in der Schule das Lieblingsfach. Oft stehen die Ereignisse der letzten Jahrzehnte allgemein und trocken in den Büchern und Alltagsgeschichten von einzelnen Personen haben da oft keinen Platz. Um diesen Nachteil der Geschichtsbücher zu umgehen, hatte Oberschulrat Rainer Grajek vom Großenhainer Werner-von-Siemens-Gymnasium eine tolle Idee. Vor drei Jahren animierte der Geschichtslehrer 41 Schüler aus den Klassen sechs bis zwölf, ein Geschichtslesebuch zu schreiben. Weiterlesen

Von wegen Geschichten-Erzähler. Geschichtslehrer Rainer Grajek übers Lernen.

Sächsische Zeitung, 02. Oktober 2000, von Birgit Ulbricht

Wer ihn am Großenhainer Gymnasium zum Geschichtslehrer hat, der kennt das: da vergeht eben mal glatt eine Stunde mit Diskutieren, ohne dass auch nur einer ein Lehrbuch aufgeschlagen hat. Keinen Unterricht gehabt? Von wegen. Der Geschichtenerzähler Rainer Grajek ist ein konsequenter Didakt, einer der seine Schüler begeistern kann und an den sie sich auch nach Jahren noch gern erinnern. Vielleicht weil er wirklich hinterfragt, weil er mühelos den Kreis zum Tagesgeschehen schließen kann. Auch die neuen Medien haben dem heute 63-Jährigen da keinen Abbruch getan. Wer meint, mit dem Internet die „Schulbibel“ gefunden zu haben, wird schnell einsehen müssen, Denken kann es nicht ersetzen.

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