Archiv der Kategorie: Publikationen

Madgermanes in Mosambik. Eine persönliche Geschichte.

Im Rahmen der Tagung „Respekt und Anerkennung“ im Februar 2019 in Magdeburg stand u.a. das Thema der „Madgermanes“, mosambikanischer Vertragsarbeiter in der DDR, im Fokus.

In meinem 2005 erschienenen Buch „Berichte aus dem Morgengrauen. Als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik“ gehe ich den historischen Spuren dieser Bewegung nach und beschreibe am Beispiel eines mosambikanischen Freundes unserer Familie dessen Schicksal in der DDR und in Mosambik. Damit erhalten die Darlegungen der Betroffenen in Magdeburg eine weitere persönliche Konkretisierung.

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Welche Spuren haben wir hinterlassen? Beitrag zur Tagung „Respekt und Anerkennung“ in Magdeburg

Vom 22.-24. Februar 2019 fand in Magdeburg die „Internationale Tagung zur Entwicklungszusammenarbeit Mosambik-Deutschland mit dem Schwerpunkt Vertragsarbeit und Experten anlässlich des 40. Jahrestages des Staatsvertrages der VR Mosambik mit der DDR“ statt.

Katrin Bahr, die an der university of Massachusetts in Amherst u.a. die Beziehungen der DDR zu Mosambik erforscht, präsentierte ihre Ausstellung „Fotografien einer vergessenen Zeit“ und moderierte im Rahmen der Tagung die Arbeitsgruppe 7 mit dem Titel „Welche Spuren haben wir hinterlassen! Zwischen Solidarität und Kommerz. Experten und Spezialisten im Gespräch zum Kontext staatlicher Rahmenbedingungen und individueller Entfaltung“. Als Inputgeber in ihrer Arbeitsgruppe wurde ich gebeten, einen Impuls bezüglich dieser hinterlassenen Spuren einzubringen.

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Musterschüler Ruanda – Chance für den afrikanischen Kontinent?

Viele Politiker verwenden in Ihren Reden die schon standardisierte Wendung von der „gegenwärtig größten Herausforderung für die EU“. Gemeint sind die Ströme afrikanischer Flüchtlinge, die von Nordafrika aus das Mittelmeer überqueren und in Italien und Spanien EU-Land betreten. Sie kommen auf der ostafrikanischen Route, die in Kenia beginnt und im ägyptischen Alexandria mündet, auf der zentralen und der westlichen Route, die beide ihren Ursprung am Golf von Guinea haben und die nach Libyen (Tripolis), Algerien (Algier) und Marokko (spanische Exklaven Ceuta und Melilla) führen. Etwa 150.000 Afrikaner haben 2017 die EU erreicht. Sie nehmen Mühsal auf sich, tausende Bootsmigranten sind im Mittelmeer ertrunken, in den nordafrikanischen Sammelpunkten herrschen unmenschliche Zustände. Die Internationale Organisation für Migration hat in Niger mehr als 1000 Menschen vor dem Verdursten gerettet. Ihre elende Lebenslage in den Heimatländern treibt die Afrikaner nach Europa in eine ungewisse Zukunft. Ihr einziges Kapital heißt Hoffnung.

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Kap Verde: Aus der Geschichte eines scheinbar vergessenen Landes

Anlässlich der Arbeit an einem Vortrag über die Kapverdischen Inseln und ihre Geschichte rückte in der Diskussion der Vorgang der Befreiung des Landes von kolonialer Abhängigkeit durch den Freiheitskämpfer Amílcar Cabral in den Fokus meiner Überlegungen. Bis heute haben es das Land und seine Bevölkerung geschafft, sich vom Status der ärmsten Länder der Welt zu einem Land laut UNO-Index mit „mittlerem Einkommen“ zu entwickeln. Die folgenden Passagen aus dem ersten Band meines Buches „Kreuz und quer durch Afrika. Unterwegs auf dem schwarzen Kontinent“ spiegeln diese Überlegungen wieder. Weiterlesen

Historische Radioaufnahme zum 30. Jahrestag des Todes von Samora Moisés Machel – Eine Dokumentation

In fast jeder mosambikanischen Stadt steht heute ein Denkmal des ersten Präsidenten und Staatsgründers Mosambiks, Samora Moisés Machel.  Das beweist, dass der 1986 ermordete Präsident tief im Bewusstsein der mosambikanischen Bevölkerung verwurzelt ist und seine Vorstellungen über die Gestaltung des mosambikanischen Staates bis heute nachwirken.

Ich habe in meinem Buch „Berichte aus dem Morgengrauen. Als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik“ die Ereignisse vom 19. Oktober 1986 dokumentiert und in meinem Beitrag „Wie viele Menschen kamen beim Tod Samora Machels ums Leben?“ mit weiteren Fakten versehen.

Am Morgen des genannten Tages drückte ich geistesgegenwärtig die Aufnahmetaste meines Radiorekorders und bin so im Besitz eines einmaligen Dokumentes von „Radio Mosambik“ (RPM).

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Koordinierungskreis Mosambik veröffentlicht Auszug aus meinem Buch

kkmosambikIm aktuellen Rundbrief vom „Koordinierungskreis Mosambik“ wurde ein Auszug aus dem Mosambik-Kapitel meines Buches „Kreuz und quer durch Afrika“ veröffentlicht. Der Auszug trägt die Überschrift „Der Präsident“ und behandelt meine gelegentlichen Begegnungen mit dem damaligen Staatsoberhaupt der Volksrepublik Mosambik Samora Machel.

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Das „Grande Hotel“ in Beira

Das ehemals größte und schönste Hotel des südlichen Afrika, das „Grande Hotel“, steht in der mosambikanischen Stadt Beira. Wenige Jahre nach seiner Inbetriebnahme wurde es zur Unterkunft von Militär und Polizei und diente später als Zufluchtsort der Flüchtlinge im mosambikanischen Bürgerkrieg. Heute existiert es als Ruine, in der 3500 Menschen ohne Strom, Wasser und sonstigen Komfort hausen. Das Hotel ist trotz einer zwischenzeitlichen Reinigung durch österreichische Organisatoren vermüllt und ein ständiger Krankheitsherd für seine Bewohner.

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