Archiv der Kategorie: Publikationen

Neue Veröffentlichung: Religion in Afrika

handbuch der religionen der weltIm Verlag Traugott Bautz sind im November 2012 zwei Kapitel von mir erschienen, die ich für das „Handbuch der Religionen der Welt“ verfasst habe.

Darin geht es jeweils um die Religionsgeschichte Mosambiks und Angolas vom Beginn der Kolonisation bis zur Gegenwart dieser Länder. Herausgeber sind Prof. Dr. Markus Porsche-Ludwig (Universität Hualien, Taiwan) und Prof. Dr. Jürgen Bellers (Universität Siegen). Das Vorwort verfasste Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Küng (Universität Tübingen).

Hier geht es zu den beiden Kapiteln: Religion in Mosambik & Religion in Angola.

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Religion in Angola

1. Religionen in Angola

Als Ereignis des Jahres wurde 2009 in Angola der Besuch des Papstes Benedikt XVI. wahrgenommen. Staatspräsident José Eduardo dos Santos, vieljährig Repräsentant einer atheistisch orientierten Partei, empfing das Oberhaupt der katholischen Kirche mit Musik und einer tiefen Verbeugung auf dem Luandaer Flughafen, und zehntausende Menschen jubelten dem Pontifex zu. Der vom 20. bis 23. März 2009 auf Luanda beschränkte Aufenthalt erlangte weltweite Aufmerksamkeit, fand er doch in einem afrikanischen Land statt, das im Zeichen starker Wandlungen stand, was sich in Begegnungen mit zahlreichen politischen Autoritäten und dem Diplomatischen Korps ebenso ausdrückte wie in der Zusammenkunft mit Bischöfen von Angola und São Tomé in der apostolischen Nuntiatur.

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Religion in Mosambik

1. Religionen und deren Geschichte in Mosambik

Die umfangreiche portugiesische Kolonialexpansion war von Anfang an das gemeinsame Werk von Krone, Adel, Klerus und frühem Bürgertum. Dabei gingen die Überbringer des Christentums bei der kolonialen Landnahme genau so forsch ans Werk wie ihre weltlichen Brüder. Mondlane kritisierte, dass im 17. und 18. Jahrhundert Dominikaner-Missionare und Jesuiten als Prazeiros Besitzer weiter Ländereien wurden, die Kopfsteuer der Eingeborenen kassierten und Sklavenhandel betrieben. /1/

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Wie viele Menschen kamen beim Tod Samora Machels ums Leben?

Am 19. Oktober 1986 prallte das Flugzeug mit dem mosambikanischen Präsidenten Samora Moisés Machel, der sich auf dem Rückflug von Lusaka (Sambia) nach Maputo befand, mit einer Geschwindigkeit von 411 Stundenkilometern auf einen Hügel der Hochebene nahe des südafrikanischen Ortes Mbuzini. Das Städtchen gehörte damals zum Bantustan Kangwane, der vor allem dem in der Republik Südafrika lebenden Bantuvolk der Swasis als Lebensraum zugedacht war.

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Schulmauern erzählen

Withulz, Astrid: „Summa cum laude – Schulmauern erzählen. Entwicklung der Bürgerschule zum Werner-von-Siemens-Gymnasium Großenhain“. Activ Verlag 2007. S. 51 – 54.

Die Entwicklung des Schulsystems von 1890 bis zur Gegenwart

Zeitzeugen berichten

Rainer Grajek (* 1937) kam 1992 als Lehrer für Geschichte an das neu gegründete Gymnasium Großenhain. Zuvor arbeitete er in pädagogischer Mission in Afrika. Nach der politischen Wende war er als Schulrat tätig. Inzwischen ist Rainer Grajek im Ruhestand und lebt in Riesa.

Kein Herz für die Naturwissenschaften

Ich lernte zunächst den Beruf eines Schlossers und besuchte in Freiberg/Sa. eine Arbeiter- und Bauernfakultät. Danach bot man mir ein Pädagogikstudium an. Gefragt waren zu dieser Zeit naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik und Physik. Das entsprach allerdings nicht meinen Interessen. Nach meinem Studium und einigen Jahren erfolgreicher Lehrertätigkeit war ich in der Lehrerfortbildung tätig. Ich organisierte Weiterbildungen und hielt selbst Fachvorträge. Ab 1981 arbeitete ich für einige Jahre in Mosambik und Angola – wiederum in pädagogischer Mission – als Berater im Maputoer Erziehungsministerium und als Hochschullehrer für Geschichte in Angola. 1992 erlebte ich die Gründung der sächsischen Gymnasien in der Funktion eines Schulrates.

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Berühmte Großenhainer: Carl Gottfried Theodor Chladenius

Wer könnte dem Gymnasium seinen Namen abgeben? Berühmte Großenhainer. Heute: Carl Gottfried Theodor Chladenius.

Die Reihe bedeutender Großenhainer Persönlichkeiten ließe sich fortsetzen. Natürlich muss genau bedacht werden, welcher Name für welches Objekt (zur Namensgebung – d. R.) geeignet ist, da sich mit dem jeweiligen Namen bestimmte didaktische Ziele verfolgen lassen. Das heißt für eine technische Einrichtung wäre der eines Erfinders, eines Forschers denkbar. Heute beherbergt die Stadt Großenhain eines der größten Gymnasien in Sachsen. Es hat einen riesigen Einzugsbereich. Und keinen einprägsamen Namen.

Berühmte Großenhainer: J. Hoffmann, Mirtzsch und Dr. G. W. Schubert

Berühmte Großenhainer. In Prag und Leipzig gelehrt und Bischof von Meißen. Heute: J. Hoffmann, Mirtzsch und Dr. G. W. Schuberth.

Einer, der es zu etwas gebracht hatte, war Johann Hoffmann. Bis zur Vertreibung der deutschen Lehrer und Studenten war er Professor an der Universität in Prag. 1409 geht er an die soeben gegründete Leipziger Universität. Etwa seit 1415 war er Probst von Hayn, und bis zu seinem Tode 1451 wirkte er als Bischof von Meißen.

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Berühmte Großenhainer: Johann Christian Barth

Sächsischer Bergrat erfand das Hayner Grün

Städte schmücken sich gern mit den Namen bekannter Persönlichkeiten, die in ihren Mauern gewirkt haben oder einfach nur da geboren sind. Besonders, wenn die so Geehrten die Stadt über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht haben oder sich in anderer Art Verdienste erwarben. Dann werden Institutionen, Vereine, Gebäude, Straßen und Plätze nach ihnen benannt. Das macht die Stadt interessant weckt die Neugier der Einwohner und Besucher. Es verführt manchen dazu, sich mit der regionalen Geschichte zu beschäftigen, es weist auf Traditionen hin und dient der Ausprägung der Heimatliebe und des Stolzes auf die Stadt. Das ist auch in Großenhain so.

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„Stell‘ dir vor, Du bist der Boss“. Gymnasium als Existenzgründer-Schule

Als der Schulleiter des Gymnasiums Klaus Liebtrau am Freitag [30. April 1999] die zwölften Klassen zur Abitur-Belehrung in die Aula der Außenstelle geladen hatte, wunderten sich schon alle über die Anwesenheit der örtlichen Presse. Denn bevor es ernst wurde, hatte der Schulleiter noch eine Überraschung. Er konnte 38 Gymnasiasten beglückwünschen – alle, die an dem Bundeswettbewerb „Stell‘ Dir vor, Du bist der Boß“ teilgenommen haben.

Das Bemühen um methodische Vielfalt im Unterricht ist nur dann sinnvoll und zweckmäßig, wenn es auf effektive Weise zur Erreichung der von den Lehrplänen vorgegebenen Wissens- und Könnensziele dient und in den Dienst der im Schulgesetz und in der Verfassung Sachsens zur Forderung erhobenen Ziele der Persönlichkeitsentwicklung der Schüler genutzt werden kann.

Solche Überlegungen standen im Vordergrund bei der Planung eines Stoffkomplexes im Fach Gemeinschaftskunde der Kurse G2 und 4 der 12. Klassen des Gymnasiums Großenhain.

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