Archiv der Kategorie: Sozialpolitik in Mosambik und Angola

Neue Veröffentlichung: Sozialpolitik in Afrika

Im Februar 2013 erschien im LIT-Verlag das „Handbuch Sozialpolitiken der Welt“, herausgegeben von Markus Porsche-Ludwig, Wolfgang Gieler und Jürgen Bellers. Darin habe ich die Kapitel zu Angola und Mosambik geschrieben.

handbuch sozialpolitiken„Erstmals wird im deutschsprachigen Raum eine grundlegende Einführung der Sozialpolitik einzelner Staaten der Welt vorgelegt …  Zentral stehen die folgenden Aspekte im Vordergrund:

  • Was kann man von der Sozialpolitik in welchem Land lernen?
  • Wer sind die jeweils wichtigsten Akteure der Sozialpolitiken? …
  • Was sind die Bedingungen für Fehlentwicklungen und wie entwickeln und gestalten diese sich historisch?

Der Band wendet sich an einen breiten Benutzerkreis in Politik, Verwaltung, Medien, Forschung, Lehre an Hochschulen und Gymnasien sowie im Bereich der politischen Bildung.“ (Vorwort)

Markus Porsche-Ludwig, Wolfgang Gieler, Jürgen Bellers (Hg.): Handbuch Sozialpolitiken der Welt, Reihe: Politik: Forschung und Wissenschaft, Bd. 31, 2013, 712 Seiten, 128,90 €, gb., ISBN 978-3-643-10987-3

Sozialpolitik in Mosambik

Typen von Sozialpolitiken und deren Geschichte

Vor etwa 1700 Jahren stießen die von Norden her einwandernden Ost-Bantu zu den von der Jagd und Fischfang lebenden Ureinwohnern (San und Khoi-Khoi) und siedelten sich im Territorium des heutigen Mosambik nach und nach in den Flussbecken der Küsten, an den fruchtbaren Hängen und auf den Hochebenen des Landesinneren an. Dies geschah im Rahmen der großen Bantu-Wanderung. Die Einwanderer revolutionierten die bisherige Produktionsweise, indem sie Ackerbau und Viehzucht betrieben und die Eisentechnik beherrschten. Als sesshafte Bauern errichteten sie Holzhäuser und begannen, verschiedene Getreidearten zu kultivieren. Weiterlesen

Sozialpolitik in Angola

Zur Geschichte der Sozialpolitiken in Angola

Die Geschichte der Angolaner wurde über die Jahrhunderte geprägt von Unterdrückung, Abhängigkeit, Sklaverei, kolonialer Ausbeutung, Krieg und Bürgerkrieg. Dieses Martyrium endete erst im Jahre 2002.

Die Anfänge Angolas lagen im Königreich Ndongo im Gebiet der Flüsse Kwanza, Lukala, Bengo und Dande, auf der Höhe des 1575 gegründeten Luanda. Ndongo war seinem mächtigen nördlichen Nachbarn, dem Kongo-Reich, tributpflichtig. Von dort drangen die Portugiesen seit Ende des 15. Jahrhunderts auf der Suche nach Sklaven für São Tomé in das von den Bantu-Stämmen der Mbundu (Kimbundu) bewohnte Reich vor und nahmen mit dem König Ngola Kiluanje Inene (1515-1556) intensive Kontakte auf. Mit der Übernahme Brasiliens als portugiesische Kolonie (1500-1822) erhöhte sich der Bedarf an Sklaven. Eine vom Jesuiten Paulo Dias de Noveis 1560 geleitete Expedition sollte den portugiesischen Einfluss im Land und den Zugriff auf mehr Sklaven sichern. Weiterlesen