Kuba – Land im Wandel

Das sozialistische Kuba – entstanden nach der Revolution 1959 – hat im Laufe seiner wechselvollen Geschichte kritische Situationen überstanden. Fidel Castro führte das Land nach den Anschlägen, Mordversuchen und der vieljährigen Wirtschaftsblockade durch die USA von Etappe zu Etappe. Das Ziel, den Sozialismus in Kuba aufzubauen und zu vollenden, zerschlug sich mit der politischen Wende in Europa und der Sowjetunion. Das Land befindet sich heute in einer politischen und ökonomischen Zwitterstellung. Die sozialistischen Eigentumsverhältnisse werden durch eine Öffnung zum kapitalistischen Liberalismus aufgeweicht. Der US-amerikanische Boykott konnte durch die Erdöllieferungen aus Venezuela nicht paralysiert werden. Daran änderte auch die allmähliche Wiederannäherung an die USA unter Obama nichts.

Heute hat das Land zwei Währungen. Den „normalen“ Peso für die Masse der arbeitenden Bevölkerung und den konvertiblen Peso, genannt Cuc, für die in der Tourismusbranche Tätigen. Der Cuc eröffnet den Zugang zu allen Konsumentenwünschen, der Großteil der Bevölkerung wird jedoch noch durch Lebensmittelzuteilungen auf Peso-Basis unterhalten.

Der wachsende Tourismus ist neben dem Zuckerexport die wichtigste Einnahmequelle des Staates.

Kuba bietet herrliche Landschaften, fröhliche Menschen, in Erinnerung bleibende Musik. Auf den Straßen Havannas zeugen tausende neue importierte Autos den Wandel in der Gesellschaft an.

Zum 7. Mal durchquerten Ute und ich 2016 das wunderbare Kuba und dokumentierten in unseren Bildern die Veränderung auf karibischen Insel. Unterlegt werden unsere Eindrücke mit den Erfahrungen und Erzählungen meines langjährigen kubanischen Kollegen und Freundes Rogelio.