Ruanda, Uganda und die DR Kongo – 3 Länder im Fokus

Vor 23 Jahren erschütterte ein Genozid Afrika und die Welt. In dem kleinen Land Ruanda (nur eineinhalbmal so groß wie Sachsen) vollzog sich ein Massenmord. Abertausende Menschen flohen ins benachbarte Zaire. Die Flüsse und die ruandische Erde färbten sich rot vom Blut der Erschossenen oder von Macheten Zerstückelten. In 100 Tagen, vom 7. April bis Mitte Juli 1994, starben eine Million Menschen, vorwiegend Tutsi und moderate Hutu, einen grausamen Tod. Die UNO sah zu, der amerikanische Präsident Bill Clinton scheute sich, von einem Völkermord zu sprechen.

Heute ist Ruanda ein prosperierendes Land. Der Führer der damaligen Befreiungsbewegung, Paul Kagame, ist Präsident des Landes. Die Aussöhnung der Tutsi mit den Hutu ist vollzogen. Auch wenn die Masse der Bevölkerung noch arm ist, hat sich das Land große Ziele gesetzt. Die Wirtschaft boomt mit hohen Zuwachsraten, das Bildungswesen ist modern und bis 2020 soll jeder Schüler über einen eigenen Laptop verfügen. Das Land ist Startplatz großer Unternehmen aus aller Welt für die Erschließung der Bodenschätze des benachbarten Kongo.

Kigali ist die sauberste Hauptstadt und eine der sichersten Städte Afrikas. Touristen staunen über moderne Verkehrsanlagen. Seit 2005 regelt ein Umweltgesetz das Verbot von Plastikbeuteln und verpflichtet jeden Bürger zur Sauberhaltung der Orte und Straßen. Die Begriffe „Tutsi“ und „Hutu“ sind durch „Ruandaer“ ersetzt worden.

Wir – Andreas und ich – besuchten das Land im Juli 2016. Zu diesem Zeitpunkt tagte in Kigali die Vollversammlung der Afrikanischen Union. Christian, ein Verwandter, der in Kigali lebt und arbeitet, zeigte uns Dreien (Barbara aus unserer Afrika-Gruppe war zu uns gestoßen), das „Land der tausend Hügel“.

Natürlich besuchten wir die Genozid-Gedenkstätte in Kigali, das Nationalstadion, den alten Präsidentenpalast. Den Kivu-See, die Virunga-Vulkankette, den Urwald mit den Golden Monkeys (eine seltene Affenart), den Lake Muhazi und viele andere Sehenswürdigkeiten hielten wir im Bild für diesen Vortrag fest. Darunter die ungewöhnlich anmutenden Watussi-Rinder. Barbara steuerte ihre Fotos von den Schönheiten des Nachbarlandes Uganda bei. Dabei sind einmalige Aufnahmen von Schimpansen und Berggorillas.

Im Schlussteil die sensationellen Tag- und vor allem Nachtaufnahmen eines Vulkans aus der Kette der acht existierenden des Virunga-Gebirges.

Der Vulkan Nyiarogongo erfüllt alle Ansprüche, die man an einen aktiven Vulkan stellt. So endet der Vortrag mit einem Höhepunkt, der im Gedächtnis der Betrachter und Zuhörer bleibt.