Der Riesaer Autor Rainer Grajek lebte und arbeitete viele Jahre lang im südlichen Afrika. Sobald es die vom Bürgerkrieg gekennzeichnete Situation zuließ, begleiteten ihn seine Frau Ute sowie der als Baby nach Afrika gekommene Sohn Andreas bei seinen "Abenteuern" durch diese faszinierende und exotische Welt, die hierzulande abseits der wenigen touristisch erschlossenen Gegenden so gut wie unbekannt ist.
In einem Dia-Vortrag berichtete Rainer Grajek am 16.11.2007 in der Kulturwerkstatt ART in Riesa über seine Zeit als Entwicklungshelfer beim Aufbau eines Schulwesens in Mosambik sowie über Land, Leute und Kultur. Die Bilder gaben Auskunft über das Leben der Menschen und ihre vielfältige Kultur. Ein Schwerpunkt war der Alltag der Kinder und Frauen, der mit europäischen Maßstäben kaum vergleichbar ist.
Ebenso wurden die exotische Tier- und Pflanzenwelt sowie eindrucksvolle Landschaftsbilder dargestellt. Ein interessanter Aspekt des Vortrages war auch die Arbeit Rainer Grajeks im mosambikanischen Bildungsministerium sein. Mit faszinierenden Bildern und Zeitdokumenten wurde die Situation in diesem fast vergessenen Land beleuchtet und auf die gravierenden Veränderungen und Wandlungen als Ergebnis der fortschreitenden Globalisierung im südlichen Afrika Bezug genommen. Mit seinen Aussagen untermauerte Rainer Grajek die Notwendigkeit der Erfüllung der Milleniumsziele der UNO, nach welchen unter anderem die Armut in der Dritten Welt bis 2015 halbiert werden soll. Am Beispiel Mosambiks wird eine solche Forderung nachvollziehbar.
