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Buch: Berichte aus dem Morgengrauen

Im Oktober 2005 ist mein Buch „Berichte aus dem Morgengrauen. Als Entwicklungshelfer der DDR in Mosambik“ erschienen.

Ich beschreibe darin meine Eindrücke und Erfahrungen als Entwicklungshelfer im Mosambik der 80er Jahre. Aus der Sicht des Jahres 2005 blicke ich auf dieses Land zurück und spüre dessen gravierenden Veränderungen und Wandlungen nach. Es entsteht ein vielfarbiges Bild vom Leben, von Hoffnungen und Enttäuschungen in diesem exotischen Land am Indischen Ozean, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört.

Bemerkenswert ist, dass das Buch bezüglich der Entwicklung Mosambiks als historisches Dokument zu werten ist. Dazu kommt, dass über die Entwicklungshilfe eines Staates, der nicht mehr existiert, berichtet wird. Mit der Beschreibung der aktuellen Situation in diesem heute fast vergessenen Land wird auch auf die gravierenden Veränderungen und Wandlungen im Ergebnis der fortschreitenden Globalisierung im südlichen Afrika Bezug genommen.


Inhaltsverzeichnis


Rezensionen

In neun Kapiteln beschreibt der Lehrer und Historiker nicht nur seine unmittelbare Tätigkeit und die Lebensbedingungen für ihn und seine Familie in Maputo, sondern berichtet detailliert und analytisch tiefgründig über Bildungswesen, politische Situation im Lande, Alltag, Traditionen und Lebensgewohnheiten der mosambikanischen Menschen. […] Immer wieder stellt Grajek Verbindungen her zwischen aktuellen Erfolgen oder Schwierigkeiten und ihren historischen Hintergründen. So lädt er die Leser zu einer Zeitreise in die Vergangenheit der Haupstadt Maputo ein. Er erzählt etwa von den »Schmieden der Kader« und Menschen wie Madalena Lhomulo tauchen auf, die trotz schwerer persönlicher Belastungen den Weg bis zum Lehrerstudium fand. […] Nicht nur Leser, die aus der DDR nach Mosambik kamen, werden dieses überwiegend in reportagehaftem Stil geschriebene Buch mit Interesse lesen. Es ist auf besondere Weise ein historisches Dokument. Unmittelbar nach dem Einsatz in Mosambik geschrieben, vermittelt es ungefiltert Denkweisen und Sprachgebrauch der DDR-Vertreter in Mosambik, es macht deutlich, was die DDR in Mosambik, vor allem auf dem Gebiet des Bildungswesens, erhofft und für realisierbar gehalten hat. Wer die 290 Seiten gelesen hat, wird Mosambik besser verstehen und auch mit den deutsch-mosambikanischen Beziehungen der letzten 40 Jahre besser umgehen können.

Neues Deutschland, 1. August 2006, von Matthias Voß

Rainer Grajek ist kein Reiseschriftsteller. Er war im Auftrag des DDR-Volksbildungsministeriums zwischen 1981 und 1983 und dann noch einmal 1986 in Mosambik tätig, um Lehrerbildner zu schulen. Er hat diesen Aufenthalt mit dem Blick des Geschichtslehrers dokumentiert, verknüpft eigene Erlebnisse mit Zeitungsberichten und Literatur-Recherchen. In dieses Zeitdokument flicht er plastisch erzählte Episoden ein, die vor den Augen des Lesers und Zuhörers die Naturschönheiten des Landes und die Eigenheiten seiner Menschen erstehen lassen.

Sächsische Zeitung, 5. Dezember 2005, von Manfred Müller

Ein Mann aus Riesa wagte es zusammen mit seiner Frau und seinem 8 Monate alten Sohn 1981 eine Reise ins Ungewisse anzutreten. Sein Ziel: Ein Land in Afrika, in dem Bürgerkrieg herrscht, das gekennzeichnet ist von Analphabetismus und Verarmung größter Teile der Bevölkerung. Sein Auftrag: Als Pädagoge Entwicklungshilfe auf dem Gebiet der Bildung, des Aufbaus eines eigenen Schulsystems für Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in Mosambik zu leisten.

30. November 2005, Pressetext des Städtischen Zentrums für Geschichte und Kunst in Riesa

Dabei ist Grajeks Buch voller Sympathie und Verständnis für den Weg, den der junge afrikanische Staat einschlug. Und voller Abscheu über die Verbrechen, die die regierungsfeindliche Rebellenbewegung Renamo an der Bevölkerung verübte. Rainer Grajek lebte damals mit Frau Ute und dem kleinen Sohn in der Hauptstadt Maputo – unweit der Grenze zum südafrikanischen Apartheid-Staat, über den immer wieder bewaffnete Gruppen nach Mosambik einsickerten. Aber die Familie fühlte sich heimisch. „Wir sind in Afrika vielen offenen und herzlichen Menschen begegnet“, sagt er. „Als wir mal im Winter in Deutschland waren, sagte mein Sohn Andreas: ‚Ich will wieder nach Hause!‘“

Sächsische Zeitung, 07. Mai 2013, von Manfred Müller

Das Buch ist bei Amazon erhältlich.

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